Nachhaltig erfolgreich
Wir nehmen unsere Verantwortung für unsere Produkte in Bezug auf Umweltverträglichkeit, nachhaltige Produktion und Produktsicherheit sehr ernst.
Nachhaltigkeit gewinnt für Unternehmen zunehmend an wirtschaftlicher Bedeutung. Martin Bachler, Leiter der Konzernabteilung Nachhaltigkeit, erläutert, wie sich dies auf die Nachhaltigkeitsstrategie von ams OSRAM auswirkt und welche Rolle optische Lösungen bei der Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen spielen.
Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit bei ams OSRAM?
Für uns steht Nachhaltigkeit für den langfristigen Erfolg unseres Unternehmens. Dies erreichen wir, indem wir gleichermaßen Mehrwert für unser Unternehmen, unsere Kunden und die Gesellschaft als Ganzes schaffen. Wir werden langfristig erfolgreich sein, wenn unsere Produkte dazu beitragen, die Nachhaltigkeitsziele unserer Kunden zu erreichen. Für Investoren sind wir attraktiv, wenn wir langfristigen Wert schaffen und uns widerstandsfähig gegenüber Risiken machen. Und aus gesellschaftlicher Sicht sind wir erfolgreich, wenn unsere Produkte das Leben der Menschen verbessern.
In diesem Sinne hat Nachhaltigkeit einen erheblichen Einfluss auf unseren wirtschaftlichen Erfolg, und unsere Nachhaltigkeitsmission ist eng mit der Geschäftstätigkeit unseres Unternehmens verknüpft: „Mit unseren optischen Lösungen schaffen wir nachhaltigen Wert und bereichern das Leben der Menschen.“ In diesem Sinne hat Nachhaltigkeit einen erheblichen Einfluss auf unseren wirtschaftlichen Erfolg, und unser Nachhaltigkeitsleitbild ist eng mit der Geschäftstätigkeit unseres Unternehmens verknüpft: „Mit unseren optischen Lösungen schaffen wir nachhaltigen Wert und bereichern das Leben der Menschen.“
Inwiefern helfen unsere Produkte den Kunden konkret dabei, ihre ESG-Ziele zu erreichen?
Zum einen, indem wir Verantwortung für unsere Produkte übernehmen – in Bezug auf Umweltverträglichkeit, nachhaltige Fertigung und Produktsicherheit. Darüber hinaus profitieren Kunden insbesondere von den positiven Eigenschaften unserer Produkte. Aufgrund ihrer Energieeffizienz und ihrer sehr geringen Abmessungen eignen sich optische Halbleiter ideal als Ersatz für herkömmliche Technologien mit einer schlechteren Ökobilanz. Der Einsatz von LEDs hat beispielsweise sowohl in der Allgemeinbeleuchtung als auch in Automobilanwendungen zu erheblichen Energieeinsparungen geführt. Um die Größenordnung zu veranschaulichen: Allein durch den Austausch aller Halogen-Tagfahrleuchten durch LED-Technologie könnten jedes Jahr rund 1.900 Tonnen CO₂ eingespart werden – und das allein in Deutschland.
Gerne heben wir auch ein wesentliches Merkmal unserer optischen Sensorlösungen hervor: Sie ermöglichen es unseren Kunden, ihre Umgebung zu erfassen und Daten über die sie umgebende Welt zu generieren. Dies trägt wiederum dazu bei, Prozesse in Bezug auf Effizienz, Sicherheit und Komfort intelligenter zu gestalten. Im Bereich des Gartenbaus tragen unsere innovativen LEDs und Sensoren dazu bei, den Energie-, Wasser- und Düngemittelverbrauch in Gewächshäusern zu senken. Im Straßenverkehr helfen unsere Fahrerassistenzsysteme, Unfälle zu vermeiden und ein angenehmeres Fahrerlebnis zu schaffen. Und unsere innovativen Lösungen für die Computertomographie und die digitale Radiographie ermöglichen es, die Strahlenbelastung für Patienten zu reduzieren. Optische Lösungen ermöglichen es uns somit auf vielfältige Weise, besser und nachhaltiger zu leben.
Wie ist der aktuelle Stand der Bemühungen des Unternehmens im Bereich Nachhaltigkeit?
Seit Beginn der Integration von ams OSRAM sind zwar erst etwas mehr als zwei Jahre vergangen, doch haben wir in dieser Zeit viel erreicht. So haben wir beispielsweise eine Vielzahl unserer Prozesse harmonisiert, eine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt und unseren ersten gemeinsamen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht – der zweite wird übrigens Anfang Mai erscheinen. Zudem haben wir eine konzernweite Nachhaltigkeitsstrategie mit fünf Schwerpunktbereichen entwickelt. Unsere wichtigsten Ziele wurden bereits 2022 veröffentlicht: CO₂-Neutralität in unserer eigenen Wertschöpfung bis 2030 sowie ein Frauenanteil von 25 Prozent in Führungspositionen bis 2026. Inzwischen wurden im Rahmen unserer neuen umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie weitere Ziele entwickelt. Auch der Aufsichtsrat hat wichtige Weichenstellungen im Bereich Nachhaltigkeit vorgenommen: Die langfristige Vergütung der Vorstandsmitglieder wird an konkrete ESG-Ziele gekoppelt, und innerhalb des Aufsichtsrats wurde ein ESG-Ausschuss eingerichtet.
Diese Bemühungen haben sich bereits ausgezahlt, denn wir haben uns in dieser kurzen Zeit bei wichtigen ESG-Ratings sehr deutlich verbessert. Im Branchenvergleich rangieren wir nun sogar im oberen Drittel. Im „S&P Global Corporate Sustainability Assessment“ haben wir beispielsweise unsere Punktzahl in den letzten zwei Jahren von 18 auf 72 Punkte gesteigert. Dennoch haben wir nicht die Absicht, uns auf unseren Lorbeeren auszuruhen. Alle Unternehmen sehen sich mit steigenden Anforderungen seitens des Gesetzgebers, der Kapitalmärkte und der Kunden konfrontiert. Wir wollen diese aktiv angehen – und sie als Wettbewerbsvorteil für uns nutzen.
Wie wichtig ist die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen und Interessengruppen, um Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit zu erzielen?
Die Zusammenarbeit mit Kunden, Lieferanten, Partnern und auch Wettbewerbern ist von grundlegender Bedeutung. Komplexe Themen wie die Kreislaufwirtschaft lassen sich nicht von einem Unternehmen allein bewältigen. So etwas kann man nur im Netzwerk erreichen. Deshalb sind wir beispielsweise Mitglied der Responsible Business Alliance, um Ergebnisse bei der Bewertung von Lieferanten auszutauschen. Und wir sind kürzlich Gründungsmitglied des Semiconductor Climate Consortium geworden.
Was motiviert Sie persönlich?
Mein Ziel ist es, Nachhaltigkeit in allen Prozessen und Entscheidungen des Unternehmens zu verankern und sie im wahrsten Sinne des Wortes bei den Mitarbeitern zu verinnerlichen. Meine Vision ist es, dass jede Abteilung im Unternehmen ihre eigene Nachhaltigkeitsgeschichte erzählen kann. Bis dahin ist es noch ein Stück Weg, aber wie man so schön sagt: Nachhaltigkeit ist ein Weg.