Sicherheit im Blick: Infrarot-LED für Iris-Scanner schützt vor Eindringlingen

Eine neue Oslux IRED erzeugt homogenes Licht und vereinfacht so das Auslesen des für jeden Menschen einzigartigen Iris-Musters

Osram Opto Semiconductors präsentiert auf dem Mobile World Congress eine neue Infrarot-LED für Iris-Scanner. Sie leuchtet die Augen so gleichmäßig aus, dass die Software zum Auslesen des Iris-Musters kaum mehr Artefakte korrigieren muss. Wie das Vorgängerbauteil strahlt die SFH 4787S ihr Licht nicht senkrecht, sondern leicht geneigt ab. Dadurch sinkt der Aufwand beim mechanischen Design.

Iris-Erkennung gehört zu den sichersten biometrischen Identifizierungs-Verfahren. Kurz gesagt, leuchten Iris-Scanner die Augenpartie mit infrarotem Licht aus und eine Kamera nimmt davon ein Bild auf. Eine Software ermittelt daraus das für jeden Menschen einzigartige Muster der Iris.

Osram Opto Semiconductors gehört zu den Technologieführern in diesem Feld. Vor zwei Jahren brachte das Unternehmen die erste Infrarot-LED auf den Markt, dank der die Technik auch für Smartphones und andere mobile Geräte zugänglich wurde. Es folgte eine Version mit leicht gekippter Strahlrichtung. Sie erspart Designern den Aufwand, die ganze LED mechanisch zu neigen. Die schräge Abstrahlcharakteristik kommt dem Blickfeld der Kamera entgegen.

Gleichmäßige Ausleuchtung vereinfacht Auswertung

Die nun dritte Generation der Osram IRED für Iris-Erkennung greift ein weiteres Anwendungs-Bedürfnis auf: Die Helligkeitsunterschiede im Kamerabild sollten möglichst nur vom Iris-Muster stammen und nicht zusätzlich mit einem Gradienten in der Ausleuchtung überlagert sein. Die Software muss dann beim Auslesen des Iris-Musters weniger Artefakte korrigieren. Mit der SFH 4787S hat Osram deshalb einen Emitter mit flächigem Licht entwickelt und dafür Reflektor und Linse so optimiert, dass die Helligkeitswerte über die Frontfläche des Lichtkegels nahezu konstant sind.

Darüber hinaus ist die SFH 4787S fast identisch mit dem Vorgängerbauteil, der SFH 4786S. Es beruht auf dem kompakten, (3,5 x 3,5 x 1,6) mm großen Oslux-Gehäuse. Die Wellenlänge von 810 nm liefert für alle Augenfarben kontrastreiche Bilder. Die Strahlrichtung ist um 8° geneigt, der Abstrahlwinkel beträgt ±18°. Bei 1 Ampere Strom erzeugt der hocheffiziente Sender 720 Milliwatt (mW) optische Leistung, die Strahlstärke beträgt 1000 Milliwatt pro Raumwinkel (mW/sr).

Industrieanwendungen sind im Kommen

Den Anstoß für die Entwicklung kompakter und zuverlässiger Iris-Scanner gab das Bedürfnis, mobile Geräte zuverlässig vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Die Technik breitet sich inzwischen auch in andere Branchen aus. „Zugangskontrollen werden insgesamt immer wichtiger und Iris-Erkennung ist weiterhin eines der zuverlässigsten Verfahren dafür“, erklärt Bianka Schnabel, Marketing Managerin bei Osram Opto Semiconductors. „Nach der Consumerbranche sehen wir nun auch verstärkt Interesse aus der Industrie.“

ÜBER OSRAM

OSRAM, mit Hauptsitz in München, ist ein weltweit führender Lichthersteller mit einer rund 100-jährigen Geschichte. Das Produktportfolio beinhaltet High-Tech-Anwendungen auf der Basis halbleiterbasierter Technologien wie Infrarot oder Laser. Die Produkte kommen in verschiedensten Anwendungen von Virtual Reality über autonomes Fahren oder Handys bis hin zu vernetzten intelligenten Beleuchtungslösungen in Gebäuden und Städten zum Einsatz. Im Bereich Fahrzeug-Lichttechnik ist das Unternehmen globaler Technologie- und Marktführer. OSRAM beschäftigte Ende des Geschäftsjahres 2016 (per 30. September) in den fortgeführten Geschäftsbereichen (ohne Ledvance) weltweit rund 24.600 Mitarbeiter und erzielte in diesem Geschäftsjahr einen Umsatz von knapp 3,8 Milliarden Euro. Das Unternehmen ist an den Börsen in Frankfurt am Main und München notiert unter der WKN: LED 400 (Börsenkürzel: OSR). Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.osram.de.