Photonik trifft Intelligenz: Wie Licht Maschinen, Geräte und Menschen verbindet

Premstätten, Österreich, und München, Deutschland (27. Oktober 2026) – Mit 21 Produkt- und Technologie-Demonstrationen auf der electronica 2026 zeigt ams OSRAM, wie Licht sich zu einer Schlüsseltechnologie für die digitale Welt entwickelt: Die präsentierten Anwendungen erfassen Informationen aus ihrer Umgebung, ermöglichen neue Formen der Interaktion und unterstützen intelligente Systeme in den Bereichen Mobilität, intelligente Geräte, Gesundheitswesen und Industrie.

„Licht bildet zunehmend die Grundlage für Technologien, die Informationen erfassen, verarbeiten und für digitale Anwendungen nutzbar machen. Auf der electronica zeigen wir, wie das Zusammenspiel von Lichtquellen, Sensoren, integrierten Schaltungen (ICs) sowie Software neue Perspektiven für Interaktion, Wahrnehmung und intelligente Systeme eröffnet,“ erläutert Conrad Rodriguez, Executive Vice President Global Sales bei ams OSRAM. „In Fahrzeugen, Smart Devices, im Gesundheitswesen oder in der industriellen Automatisierung: Als Photonics Powerhouse verfügen wir über die Technologie- und Systemkompetenz, um diese Entwicklungen gemeinsam mit unseren Kunden voranzutreiben.“

Licht wird zu einer intuitiven Schnittstelle im Fahrzeug

Besonders deutlich wird diese Entwicklung im Auto, wo Licht, Sensoren und Bedienschnittstellen immer enger miteinander verschmelzen. ALIYOS™ Bond Vision vereint LED-auf-Folie-Technologie (LED-on-Foil), Optical Bonding, Displayintegration und interaktive Funktionen zu nahezu nahtlosen Fahrzeug-Bedienschnittstellen. Licht übernimmt somit immer mehr die Rolle eines Kommunikationsmediums im Fahrzeuginnenraum. 

Optical Force Sensing (OFS) erfasst Berührungen, Druck und Kontakt selbst auf geschlossenen Oberflächen – und erweitert so die Möglichkeiten zur Interaktion zwischen Mensch und Fahrzeug. Hinzu kommen In-Cabin-Sensing-Lösungen, die etwa die Blickrichtung einer Person erfassen oder Anzeichen von Ermüdung erkennen können. Licht zeigt folglich nicht nur Informationen an, sondern trägt auch zur Wahrnehmungsfähigkeit des Systems bei.

Intelligente Geräte nutzen Licht als Medium für Kontext und Interaktion

Auch in intelligenten Geräten übernimmt Licht zunehmend neue Aufgaben als Schnittstelle zwischen Menschen und Systemen. Ein konkretes Beispiel ist die Augenverfolgung (Eye Tracking) mithilfe von Smart Glasses. Sie erfassen die Blickrichtung des Nutzers und ermöglichen so eine intuitive Steuerung von Augmented-Reality- (AR-)Anwendungen.

Aktive Spektroskopie (Active Spectroscopy) verfolgt hingegen einen anderen Ansatz: Statt Augenewegungen zu erfassen, liefert diese Technologie Informationen zu Materialien, Objekten oder zur Umgebung.

Licht kann den Zugang zu Gesundheitsdaten und Therapieansätzen erleichtern

Optische Sensorik sorgt dafür, dass sich Anwendungen zur persönlichen Gesundheitsfürsorge nahtloser in den Alltag integrieren lassen. Vitalparameterüberwachung (Vital Sign Monitoring) liefert kontinuierlich physiologische Daten etwa zur Herzaktivität und hilft dabei, Gesundheitsparameter in ihren jeweiligen Kontext einzuordnen. Lichtbasierte Messverfahren kommen immer häufiger auch außerhalb traditioneller medizinischer Anwendungsbereiche zum Einsatz – etwa, wenn optische Sensoren in täglich genutzte Geräte wie Smartphones integriert werden.

Licht kann darüber hinaus neue therapeutische Möglichkeiten ermöglichen. Eine schluckbare Lichttherapiekapsel wurde zur Behandlung chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen wie Morbus Crohn entwickelt und gibt das Licht direkt am Entzündungsherd im Darm ab. Am Messestand veranschaulicht ein visueller Demonstrator, wie sich moderne Infrarottechnologien auf kleinstem Raum für neue MedTech-Anwendungen einsetzen lassen.

Licht vermittelt Maschinen Orientierung und Kontext

In der industriellen Automatisierung und Robotik trägt Licht dazu bei, dass Maschinen ihre Umgebung präziser wahrnehmen und Prozesse selektiver steuern können. Multi-Zone Direct-Time-of-Flight (dToF) erfasst Distanzdaten gleichzeitig in mehreren Zonen (3D-Tiefenkarte) und liefert so räumliche Informationen für Navigation, Objekterkennung und automatisierte Prozesse. EVIYOS™ Shape hingegen projiziert mithilfe pixelierter Lichtquellen digitale Hinweise direkt in die physische Umgebung, um die visuelle Orientierung in sicherheitskritischen Anwendungen oder industriellen Prozessen zu unterstützen.

Die Systemexpertise von ams OSRAM schafft das gemeinsame Fundament 

Die auf dem Messestand vorgestellten Anwendungen basieren auf dem Zusammenspiel von Lichtemittern, optischen Sensoren, IC-Technologien und intelligenter Datenverarbeitung. Die europäische Full-Service-Foundry von ams OSRAM steht ganz im Zeichen dieser Systemexpertise. Auf der electronica gibt das Unternehmen einen Ausblick auf die kontinuierliche Weiterentwicklung seiner 180-nm-Technologieplattform – mit einer neuen 5-V-Prozessvariante für spezialisierte analoge und Mixed-Signal-Anwendungen.

Besucher können diese und weitere Anwendungen vom 10. bis 13. November auf der electronica in Halle C5, Stand 379, unter dem Motto „Sense the power of light“ live erleben.
 

Über ams OSRAM

Die ams OSRAM Gruppe (SIX: AMS) ist ein weltweit führender Anbieter von innovativen Licht- und Sensorlösungen. Als Spezialist für Digital Photonics verbinden wir Ingenieurskunst mit modernster globaler Fertigung, um unseren Kunden das breiteste Portfolio an digitalen Licht- und Sensortechnologien zu bieten. 

„Sense the power of light“ – unser Erfolg basiert von jeher auf dem tiefen Verständnis des Potenzials von Licht. Seit 120 Jahren entwickeln wir Innovationen, die Märkte bewegen: vom Auto über die industrielle Fertigung bis hin zu Medizin- und Consumer‑Elektronik. Im Jubiläumsjahr der Marke OSRAM arbeiten rund 18.500 Mitarbeitende weltweit an wegweisenden Lösungen entlang gesellschaftlicher Megatrends wie intelligente Mobilität, Künstliche Intelligenz, Augmented Reality, Smart Health und Robotik. Das spiegelt sich in rund 12.000 erteilten und angemeldeten Patenten wider. Die Gruppe mit Hauptsitz in Premstätten/Graz (Österreich) und einem Co-Hauptsitz in München (Deutschland) erzielte 2025 einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro und ist als ams-OSRAM AG an der SIX Swiss Exchange notiert (ISIN: AT0000A3EPA4).

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